Unser Bild vom Kind

Maria Montessori erkannte, dass der Ursprung der kindlichen Entwicklung im Inneren des Kindes liegt, dass jedes Kind mit einem inneren Bauplan geboren wird. Die Entwicklung vollzieht sich nach physiologischen und entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten gemäß dem kindlichen individuellen Wesen. Das Kind kann seinem inneren Bauplan nur folgen, wenn es in einer Umgebung aufwächst, die seinen Bedürfnissen gerecht wird. Für uns ist die Zeit der frühen Kindheit die wichtigste, die in jeder nur möglichen Weise durch Anregungen ausgefüllt werden soll.
Als Bildungseinrichtung haben wir die Aufgabe, den Bedürfnissen des Kindes entsprechend eine vorbereitete Umgebung zu schaffen.
Selbständigkeit
Ein Kind, das aktiv handelt, erprobt dabei seine Fähigkeiten, nimmt sich und sein Können bewusst wahr und gelangt so zunehmend zu seiner altersgerechten Selbständigkeit. Aus der gewonnenen Selbständigkeit erwächst Selbstsicherheit und damit Unabhängigkeit vom Erwachsenen.
Die Erzieher*in - IN Beziehung sein
„Zwei Dinge sollen Kinder bekommen: Wurzeln und Flügel" Johann Wolfgang von Geothe
Die Kinder werden von uns behutsam und respektvoll begleitet. Das pädagogische Fachpersonal beobachtet einfühlsam und ist da, wenn es gebraucht wird. Der passende Rahmen ist entscheidend, damit sich das Kind sicher und geborgen fühlt.
Wir sind für unsere Kinder Begleiter-, Helfer-, Unterstützer*Innen und schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Akzeptanz. Wir geben ihnen die Zeit die sie brauchen, damit sie sich ihrem Alter und Entwicklungsstand, und ihren Bedürfnissen nach entwickeln können.
Der Raum, die Bildungsmittel und Bildungsangebote sollen der kindlichen Spielfreude entgegenkommen. Es braucht Kreativität, Fingerspitzengefühl und gute pädagogisch - psychologische Kenntnisse um jedes Kind dort abzuholen, wo es steht. Genau dies ist uns ein Herzensanliegen. Wir vertrauen den Kindern, dass unser gemeinsamer Weg ein fruchtbarer sein wird und geben ihnen die Zeit die sie brauchen.
Eine gute Planung und Reflexion im Team ist unerlässlich. Erwachsene sind für Kinder nicht nur Anker, sondern ein wichtiges Vorbild, demnach ist es unerlässlich das Erzieherverhalten immer wieder zu reflektieren und zu hinterfragen.
„Ich glaube, dass Erziehung Liebe zum Ziel haben muss:“ Astrid Lindgren
Das Spiel
Das Kind kommt als kompetentes Individuum zur Welt, und will seine Umgebung mit allen Sinnen erforschen. Kinder zeichnen sich von Geburt an durch Wissensdurst und Freude am Lernen aus. Neugier, Kreativität und Spontanität sind wichtige Antriebskräfte ihrer Entwicklung. Ihr Lernen vollzieht sich im Tun mit anderen und unterschiedlichsten Materialien, es kommt vom Greifen zum Begreifen. Deshalb kommt dem Spiel die allergrößte Bedeutung zu.
Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und Experimentierfreude prägen den Kindergartenalltag des Kindes mit. Das Spiel alleine, in kleinen Gruppen oder in der Gesamtgruppe ermöglicht Raum für vielfältige Erfahrungen und Lernprozesse.